Zur Wärmeplanung der Stadt Ostfildern

Veröffentlicht am 02.08.2023 in Gemeinderatsfraktion

Könnte man die derzeitige Erhitzung der Gemüter zum sogenannten Heizungsgesetz in Wärmeenergie umwandeln, wäre das Gesetz wahrscheinlich überflüssig“ - dies Zitat aus der Stuttgarter Zeitung von heute zeigt die Wichtigkeit der Wärmeplanung.

Aufgrund der Vorgaben der Landesgesetzgebung sind größere Kommunen in Baden-Württemberg bis Ende dieses Jahres verpflichtet, eine Wärmeplanung vorzulegen.

Der vorgelegte Abschlussbericht zur Wärmeplanung in Ostfildern zeigt uns, dass es noch viel zu tun gibt, um bis 2040 die Wärmeversorgung komplett auf erneuerbare Energien umzustellen.

Die Machbarkeitsstudien für die drei genannten Gebiete zur dezentralen Wärmeversorgung sind sinnvoll und kommen hoffentlich zu guten Ergebnissen zur möglichen Nutzung von Erdwärme und in Nellingen-Süd auch von Abwasserwärme.

Aber damit die Wärmewende gelingen kann, werden auch die Haus- und Wohnungseigentümer:innen aktiv werden müssen. Dies wird langfristig auch in ihrem eigenem wirtschaftlichen Interesse sein, da die fossilen Energieträger immer teurer werden. Aber es ist auch eine große Herausforderung für die Eigentümer und Eigentümerinnen. Wir befürworten daher die Einrichtung einer Projektstelle, die auch zur Kommunikation, Information und Beratung der Gebäudeeigentümer:innen geplant ist, ausdrücklich. Wir hoffen, dass das nach der Sommerpause in Aussicht gestellte Bundesgesetz in geeigneter Weise die erheblichen finanziellen Herausforderungen sozial ausgewogen berücksichtigen wird.

Nicht überall wird es Wärmenetze geben können. Deshalb werden voraussichtlich Wärmepumpen ein wesentlicher Teil der Lösung sein. Soweit hier Strom als Energiequelle genutzt wird, ist zu bedenken, dass in der Heizperiode die Nutzung von Photovoltaik erheblich eingeschränkt ist. Die Nutzung von Wärmepumpen ist aber nur den sinnvoll, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Um dieses Problem zu reduzieren, sind umfangreiche Untersuchungen zur Nutzung von Geothermie und Erdwärmespeicherung erforderlich.

Die SPD-Fraktion nimmt den Abschlussbericht zur Kenntnis und stimmt Ziffer 2 und 3 der Vorlage zu.

 

Ansprechpartner

Peter Heusch
(Pressereferent)

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