Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften steigt weiter an

Veröffentlicht am 08.07.2015 in Finanzen/Wirtschaft

Die Nachfrage der Wirtschaft in Baden-Württemberg nach Arbeitskräften bleibt ungebrochen hoch und steigt weiter an. Im Juni waren bei den Agenturen für Arbeit über 82.000 offene Stellen gemeldet, das waren rund 2.000 bzw. 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und rund 10.700 bzw. 14,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

„Baden-Württemberg steht mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent hervorragend da. Angesichts der anhaltend hohen Fachkräftenachfrage der Wirtschaft halten wir einen noch stärkeren Abbau der Arbeitslosigkeit für möglich“, sagten Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen am Dienstag (30. Juni) in Stuttgart.

Positives Fazit des Landesprogramms 'Gute und sichere Arbeit/Passiv-Aktiv-Tausch (PAT)'

„Die Unternehmen sollten sich mehr trauen, auch langzeitarbeitslosen Menschen wieder eine Chance zu geben“, so Altpeter. „Dass auch Menschen, die lange nicht gearbeitet haben, wieder erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt zurückkehren können, zeigen wir mit unserem Landesprogramm ‚Gute und sichere Arbeit/Passiv-Aktiv-Tausch (PAT)‘.“ Bislang 893 Langzeitarbeitslose hätten dadurch wieder den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden.

Altpeter zufolge sind die Rückmeldungen der Arbeitgeber, die an dem Programm teilnehmen, ganz überwiegend positiv. „Viele haben bereits angekündigt, ihre neuen Mitarbeiter auch nach dem Auslaufen des Programms weiterbeschäftigen zu wollen. Ausschlaggebend dafür sind die oftmals positive Entwicklung der Geförderten zu einer vollwertigen Arbeitskraft sowie der aktuelle Bedarf an Fachkräften“, betonte die Ministerin. Und auch die Geförderten zögen durchweg ein positives Fazit des Programms, so Altpeter.

Passiv-Aktiv-Tausch ist bundesweit einzigartiges Projekt

Der Passiv-Aktiv-Tausch ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, das neue Wege für Reformen der Arbeitsmarktinstrumente zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt aufzeigt. Beim PAT werden Arbeitgeber animiert, Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen.

Dazu werden Leistungen, die Langzeitarbeitslose sonst „passiv“ für ihren Lebensunterhalt bekommen (Hartz IV, Kosten für Unterkunft und Heizung) umgewandelt in Zuschüsse für Arbeitgeber, die den Langzeitarbeitslosen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbieten und so deren Arbeitsleistung aktivieren. Der Mindestlohn beträgt 8,50 Euro. Besonders erfreulich ist Altpeter zufolge, dass mehr als die Hälfte der Arbeitsstellen in der Privatwirtschaft angeboten wird, also auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Minister Schmid hob hervor, dass die Jugendarbeitslosigkeit so niedrig sei wie in keinem anderen Bundesland: „Es ist erfreulich, dass Arbeitgeber im Land jungen Menschen eine Chance geben. Damit gewährleisten sie den jungen Frauen und Männern einen guten Start in ein erfolgreiches Berufsleben – gleichzeitig sichern sie sich die Fachkräfte von morgen.“

Bundesland mit der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit

Im Juni ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vormonat um rund 4.200 Personen zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahresmonat um über 5.500 Personen. Aktuell sind 219.002 Menschen im Land arbeitslos gemeldet. Das ist der niedrigste Juni-Wert seit 2012.

Vor allem Frauen und Jugendliche haben im Vorjahresvergleich vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen lag im Juni mit 2,3 Prozent sogar auf dem niedrigsten Wert seit 2011. Unter den Bundesländern hatte Baden-Württemberg damit abermals die geringste Jugendarbeitslosenquote.

 

Die nächsten Termine

Alle Termine öffnen.

23.01.2019, 15:00 Uhr Neujahresempfang AG 60plus
Mit Wolfgang Drexler MdL und Nicolas Fink BM Aichtal. Bitte melden Sie sich und Ihre Begleitung an: E-Ma …

24.01.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Mitgliederrat OV Esslingen: Bezahlbarer Wohnraum & Mieten
Schaffung von erschwinglichem Wohnraum. Impulse von Stadträtin Christa Müller sowie Reiner Hillg …

29.01.2019, 19:00 Uhr Mitgliederversammlung SPD-OV Ostfildern
Mitgliederversammlung mit Entlastung des Vorstandes und Wahl der Kandidaten für die Liste der Gemeinderatswahl so …

Newsticker

21.01.2019 20:33 100 Jahre Frauenwahlrecht
Wir feiern 100 Jahre Frauenwahlrecht! Endlich durften Frauen wählen und gewählt werden. Seit 100 Jahren treten wir nun gemeinsam für unser Ideal der Gleichstellung ein. Es ist noch viel zu tun. Auf die nächsten 100! STARKE STIMMEN FÜR DEMOKRATIE

21.01.2019 20:30 Ein Bündnis für Parität!
Fraktionsübergreifend fordern weibliche und männliche Abgeordnete des Bundestages ein Paritätsgesetz für die gleiche Anzahl von Frauen und Männern im Parlament. Katja Mast und  Eva Högl erläutern die Gründe und das Vorgehen. „Veränderungen im Wahlrecht gab es immer nur, wenn mutige Frauen sich für ihre Rechte eingesetzt haben und mutige Männer mit Ihnen gekämpft haben. Gerade die Entstehung des Grundgesetzes

18.01.2019 20:30 Nukleare Aufrüstung ist keine sinnvolle Antwort
Carsten Schneider hält die Star-Wars-Pläne von Trump für Fantasien eines gefährlichen Halbstarken. Nukleare Aufrüstung könne keine sinnvolle Antwort auf sicherheitspolitische Herausforderungen sein. „Eine neue Welle nuklearer Aufrüstung kann keine sinnvolle Antwort auf die großen sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit sein. Deshalb muss alles getan werden, um die vertragsbasierte Abrüstung in Europa zu sichern und zu stärken. Hierbei kann

Ein Service von websozis.info