SPD stimmt den freiwilligen Zuschüssen für die Beratungsstellen und die freien Träger zu

Veröffentlicht am 20.06.2025 in Aktuelles

Die Schaffung einer einheitlichen Fördersystematik für die Beratungsstellen ist ein richtiger Schritt, um zeitintensive Einzelverhandlungen auf Seiten der Vereine zu vermeiden. Die dort vorhandenen Kapazitäten sollten in der Sacharbeit eingesetzt und nicht im administrativen Bereich gebunden werden. Auch auf Seiten der Gemeinden könnten sich Synergien ergeben, wenn eine einheitliche Fördersystematik etabliert wird. Die pauschale Erhöhung der Zuschüsse für die Beratungsstellen um 15 % für die Jahre 2025 und 2026 trägt die SPD-Fraktion sowohl als Übergangsregelung als auch in der Sache mit. Die Förderung der weiteren Angebote der freien Träger sehen wir ebenfalls positiv. Gegen die Ersetzung der Förderung des Vereins Wildwasser e.V. – ab 2026 – durch den Landkreis bestehen keine Bedenken.

Besonders begrüßen wir es, dass das Mentoring-Programm der Bürgerstiftung Ostfildern weiter mit 10.000,00 EUR unterstützt wird. Es ist nicht nur dem guten Flüchtlingsmanagement der Stadtverwaltung, sondern auch dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, dass wir in Ostfildern weniger Probleme mit Flüchtlingen haben. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle auch die nunmehr zehnjährige Arbeit des Freundeskreises Asyl, der seit der ersten Stunde der Flüchtlingskrise einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in Ostfildern leistet. Auf so viel Engagement aus der Mitte der Gesellschaft darf Ostfildern stolz sein.

Zur Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen Fildern e.V.“: Bereits in der letzten Haushaltsdebatte hatte die SPD-Fraktion eine Erhöhung der Zuschüsse für die Beratungsstelle auf 11.000,00 EUR gefordert. Die Förderung für die kommenden zwei Jahre geht darüber hinaus (2025: 11.961,00 EUR; 2026: 12.283,00 EUR). Die Förderung der Beratungsstelle ist erforderlich – leider! Gewalt gegen Frauen ist weiterhin ein strukturelles Problem – überall auf der Welt! Stalking, Bedrohungen, Körperverletzungen und Femizide, also die Tötung von Mädchen und Frauen als extremste Form der geschlechtsbezogenen Gewalt, sind auch in Deutschland vor allem in Paarbeziehungen an der Tagesordnung. Daher ist jeder Euro, der in die Präventions- und Unterstützungsarbeit der Beratungsstelle fließt, richtig und wichtig und zwar mehr denn je. Der Beratungsbedarf ist, um es offen auszusprechen, leider auch in Ostfildern vorhanden. Auch wir mussten jüngst einen solchen feigen Femizid mit Erschütterung erleben. Letzten Monat wurde in der Parksiedlung eine Frau durch ihren Ex-Freund trotz gerichtlichem Annäherungsverbot und polizeibekannter Bedrohungen ermordet. Auch hier wieder: Geschlechtsbezogene Gewalt in seiner extremsten Form, nur dieses Mal mitten unter uns. Deshalb ist es wichtiges Zeichen, dass auch die Stadt Ostfildern die Unterstützung der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen Fildern e.V.“ im Verbund mit den Filderstädten aufstockt.

 

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(Pressereferent)

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